Gegen den Meisterschaftsfavoriten erlebte die 2. Herren einen Albtraumstart. Bereits nach 5 Minuten führten die Gastgeber mit 2:0. Bei einer Standardsituation schaltete Stephan Pope am schnellsten und drosch den Ball zum 1:0 unter die Latte, beim 2:0 bekam der WTV keinen Druck auf den Ball und stand defensiv noch nicht geordnet. Doch mit zunehmender Spieldauer kämpfte man sich ins Spiel und verlagerte das Spielgeschehen in die Riemsloher Hälfte. Die besten Möglichkeiten ergaben sich nach scharf getretenen Freistößen, doch der Ball wollte nicht über die Linie.

Im zweiten Durchgang ging beim WTV gar nichts mehr nach vorne. Die Bälle wurden sehr schnell wieder verloren, sodass kein Spielfluss mehr zu Stande kam. Riemsloh hatte keine Mühe, das Ergebnis zu verwalten und erhöhte nach einer Ecke per Kopf auf 3:0. Damit war das Spiel entschieden, Riemsloh schraubte das Ergebnis nach zwei individuellen Fehlern noch auf 5:0.

Um an diesem Tag etwas Zählbares mitnehmen zu können, hätte es schon einer guten Leistung und einer Portion Glück bedurft. Beides war nicht gegeben, sodass Riemsloh verdient gewann. Jetzt gilt es, gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf zu bestehen und wichtige Punkte zu sammeln: Am Samstag, 04.11.17 steht das Derby bei Gesmold III auf dem Programm, bevor am 12.11.17 der Tabellenletzte Sultan Spor zu Gast im Beutlingdorf ist. Danach folgt dann bereits das Spiel bei Borgloh II.

Die zweite Herren des WTV musste sich am Sonntag dem SuS Buer mit 2:3 geschlagen geben und kassierte eine aufgrund der schläfrigen ersten Halbzeit verdiente Niederage.

Genau wie in der Vorwoche gegen Wimmer/Lintorf fand der WTV in Hälfte eins nicht zu seinem Rhythmus. Im Vorwärtsgang war das Spiel von vielen leichten Fehlern geprägt - und in der Defensive ließ man den Bueraner viel zu viele Räume, agierte fahrig und unkonzentriert. Der SuS wusste dies mit den gewohnten und gut gespielten langen Bällen auszunutzen und kam zu zahlreichen Gelegenheiten. Zwei von diesen verwerteten die Gastgeber zur 2:0-Pausenführung. Zwar hatte der WTV durch Leon Walkenhorst, Jannis Kuhlmann, Micha Lemme und Lukas Redeker auch vier passable Tormöglichkeiten, aber die Mannschaft von Aushilfstrainer Thomas „Hacki“ Hackmann hätte sich nicht beschweren können, wenn es hinten nach 45 Minuten bereits fünf oder sechs Mal geklingelt hätte.

Nach der Halbzeit dann plötzlich ein anderes Bild: Der WTV kombinierte sicherer durchs Mittelfeld und spielte endlich ganz einfachen und soliden Fußball - ebenfalls eine Parallele zum Wimmer-Spiel in der Vorwoche. Den Gastgebern spielte die offensivere Haltung des WTV natürlich in die Karten und so traf Buer nach einem der zahlreichen mehr oder minder gut ausgespielten Konter zum 3:0. Die Reaktion und die Moral, die der WTV wiederum zeigte, macht Mut für die kommenden Wochen. Zwar reichte es durch David Eickmeyer und Marius Hunfeld nur noch zu zwei Treffern, aber im Spiel nach vorne bewies Welling, dass man immer für einen Treffer gut ist.

In den nächsten Partien geht es darum, endlich mal von Beginn an auf der Höhe des Geschehens zu sein und vielleicht mal ein Spiel mit nur einem oder sogar gar keinem Gegentor zu beenden. Nicht dabei helfen können wird Stammkeeper Kevin Dieckmann, der in Buer nach einer strittigen Aktion die Rote Karte für ein Handspiel außerhalb des Strafraums sah.

Vor dem achten Spieltag ist die zweite Herren des WTV auf den ersten Abstiegsplatz der 1. Kreisklasse Süd B abgerutscht – und das ohne eigenes sportliches Zutun. Unter der Woche wurde bekannt, dass die drei Punkte aus dem Spiel gegen SuS Verthe II (3:2) abgezogen wurden und die Partie mit 0:5 gewertet wurde. Die Zweite hatte in Nico Verch einen Spieler eingesetzt, der für einen Einsatz noch nicht „frei“ war. Doch so unglücklich der Rückschritt von sieben auf vier Zähler in der Tabelle auch sein mag – für die WTV-Reserve gilt es, den Blick nach vorne zu richten.

Die Leistungen in dieser Saison entsprechen keinesfalls denen eines Abstiegskandidaten. Und so reist die Mannschaft vom Trainergespann David Weber und Sebastian Kemna auch am Sonntag nicht ohne Chancen zum SuS Buer. Denn die Bueraner schweben ebenfalls nicht gerade auf einer Erfolgswelle: Keines der vergangenen vier Pflichtspiele konnte das Team von Wladimir Goting gewinnen.

Wellings Zweite wird am Sonntag wieder mit einigen verletzungs- und urlaubsbedingten Ausfällen umgehen müssen. Dass man mit diesen Umständen durchaus umzugehen weiß, bewies der WTV nicht zuletzt am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison. Mit einem überzeugenden 3:2 bezwang eine relativ bunt zusammengestellte WTV-Elf die Gäste aus Buer. Am Sonntag wird gewiss eine ähnlich konzentrierte und zielstrebige Leistung nötig sein, um Zählbares vom SuS mitzunehmen und sich im besten Fall schon nach wenigen Tagen wieder von den Abstiegsplätzen zu verabschieden.

Nach der durchwachsenen Hinrunde sah sich die Albers-Pope-Truppe gezwungen, in der Winterpause hart weiterzuarbeiten, um in der Tabelle noch den ein oder anderen Platz nach oben zu klettern. Zunächst gestaltete sich dies schwerer als gedacht, weil die schlechten Witterungsbedingungen des Öfteren einen planmäßigen Trainingsbetrieb verhinderten. Aufgrund der Spontanität des Trainergespanns mit den nötigen Beziehungen war es dennoch möglich, eine akzeptable Anzahl guter Trainingseinheiten zu gewährleisten. Freundlicherweise gab es regelmäßig die Möglichkeit beim SC Melle 03 und TuS Borgloh auf Kunstrasen zu trainieren, sodass auch die spielerischen Aspekte nicht zu kurz kamen.

Leicht verspätet, begründet durch die Unbespielbarkeit der Plätze, startete man gegen die Erstvertretung des TuS Bad Essen in die Rückrunde.

Der Gegner blieb schon in der Vorrunde komplett hinter den Erwartungen und reihte sich im unteren Mittelfeld ein. Umso wichtiger war es, gegen einen direkten Tabellennachbarn Punkte mitzunehmen, um den Blick in Richtung des gefestigten Mittelfelds zu wahren. In einem Spiel, wo es beide Mannschaften versäumten, gute Akzente im Spiel nach vorne zu setzen, hatte es am Ende auch keine Mannschaft verdient das Spiel zu gewinnen, sodass es folgerichtig mit einem 1:1-Unentschieden endete.

Am Gründonnerstag war wieder Derbytime im Beutlingsdorf angesagt. Leider fand die Zweitvertretung zu keinem Zeitpunkt Mittel und Wege gegen die an diesem Tag schier übermächtig scheinenden Kollegen einen Fuß auf den Rasen zu bekommen. So lautete der Endstand verdientermaßen 3-0 für die ersten Herren des WTV.

Gegen ein weiteres Topteam der Liga wusste man aber nur wenige Tage später einiges besser zu machen. Vor allem in der zweiten Halbzeit wusste man gegen den TSV Riemsloh zu überzeugen und konnte dem Spiel zeitweise seinen eigenen Stempel aufdrücken. Schlussendlich musste man sich dennoch knapp mit 1:2 geschlagen geben. Dies sollte bis auf weiteres aber auch die letzte Niederlage gewesen sein.

Im goldenen April fand man endlich die gewünschte Konstanz und Sicherheit auf dem Spielfeld, sodass überzeugende Siege gegen den TUS Borgloh 2 (3:1), die SF Schledehausen 2 (4:1) und Viktoria Gesmold 3 (2:0) eingefahren werden konnten. Endlich schien der Knoten geplatzt, spielerisch wurde jedes Spiel klar dominiert und die Belohnung waren schließlich verdiente neun Punkte aus drei Spielen.

Am 20. April gastierte man beim Spitzenreiter und Aufstiegsfavoriten in Wissingen. Die Motivation war groß, die Brust wurde in den letzten Wochen immer breiter und das durften auch die Wissinger merklich spüren. In einem ausgeglichen Spiel wusste man die schlecht organisierte Wissinger Defensive das ein oder andere Mal deutlich in die Bredouille zu bringen. Der Kapitän Kevin Diekmann hielt seine Truppe mit guten Paraden immer wieder im Spiel und trieb die Jungs stets nach vorne. Ein paar sehr zweifelhafte Pfiffe des Schiedsrichters begruben schließlich die Chancen auf den ganz großen Coup. Das 1:1-Unentschieden ist dennoch ein super Ergebnis, auch wenn der ein oder Andere den zwei „verlorenen“ Punkten hinterhertrauerte.

Den Monat April vergoldete das Heimspiel gegen die Zweitvertretung aus Wimmer/Lintorf. Zwar konnte zwischendurch nicht an den spielerischen Glanz aus den Spielen gegen Borgloh oder Schledehausen angeknüpft werden, dennoch war der 4:1-Sieg zu keinem Zeitpunkt wirklich gefährdet, da immer wieder sehr gute Tormöglichkeiten herausgespielt wurden.

Ein großer Dank gilt natürlich allen Zuschauern, die die Mannschaft immer wieder anfeuern und unterstützen. Ohne diese Leute wäre es sicherlich nie möglich gewesen, immer wieder die Mannschaften an der Tabellenspitze zu fordern und zu ärgern.

Die Zweitvertretung des WTV verabschiedet sich nach Höhen und Tiefen im Verlauf der vergangenen Monate mit einem starken Auftritt beim Tabellenzweiten aus Vehrte in die Winterpause.

Auf dem unbeliebten Kunstrasen in Belm zeigte die Albers-Pope-Truppe einen ihrer stärksten Auftritte der Hinrunde. Nach der herben 1:7-Klatsche aus der Hinrundenpartie schien die Rollenverteilung vor der Partie mehr als deutlich, dennoch dachte man gar nicht erst daran, sich schon im Vorfeld geschlagen zu geben. Die Vorbereitung auf den letzten Showdown im Jahr 2015 stimmte, sodass man auf jeden Fall zum Abschluss noch einmal Punkte mitnehmen wollte. Gerade in der ersten Halbzeit spielte die Truppe einen sehr ansehnlichen Ball und ließ die Vehrter nicht einmal gefährlich vor das eigene Tor kommen. Folgerichtig brachte der in letzter Zeit sehr gut aufgelegte Lukas Redeker den WTV mit 1:0 zur Halbzeit in Führung. Schlussendlich reichte es zu einem hochverdienten Punkt, da Vehrte ihren einzigen vernünftigen Angriff mit einem Torerfolg krönte. Es wurde wieder einmal gezeigt, dass man jeder Mannschaft in der Liga gefährlich werden kann, insofern das vorhandene Potenzial abgerufen wird – doch genau das ist derzeit ein kleines Problem. Es gab immer wieder Spiele, wo die Handschrift des Trainerteams klar erkennbar war. Man ließ Ball und Gegner gut laufen und kreierte Torchancen. Dem Gegner nach Möglichkeit das eigene Spiel aufzuzwingen, lautete oftmals die Parole. Bei den Siegen gegen Gesmold II, Wimmer, Sultan Spor Bad Essen und auch beim Unentschieden zuhause gegen Buer, war genau die richtige Einstellung vorhanden. Leider gab es ebenso viele Spiele, wo diese Einstellung nicht passte, sodass man der Mannschaft das Prädikat „Wundertüte“ nicht ersparen kann.

Es wird weiterhin daran gearbeitet, die richtige Spur zu finden und diese auch über einen längeren Zeitraum zu halten. Sollte dies der Mannschaft im zweiten Saisonabschnitt gelingen, ist auf jeden Fall noch ein Sprung in der Tabelle um zwei oder drei Plätze möglich, aber auch der Blick nach hinten ist nicht zu vernachlässigen, da sicherlich noch ein, zwei Mannschaften mehr unter ihren Erwartungen blieben und in der Rückserie noch einmal voll angreifen möchten.

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